
Mercedes 190 SL W121 Coupé Rot ERTL 1:18

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Technische Daten
- Auto-Marke
- Mercedes
- Modellhersteller
- ERTL
- Massstab
- 1:18
- Material
- Metall
- Modellzustand
- Gebrauchtes Modell
- Art.-Nr.
- 7465
- Baujahr
- 1955
- Epoche
- 1950s
- Karosserieform
- Coupé
- Fahrzeugklasse
- Klassische Sportwagen
- Öffnungen
- Ja
- Verpackungszustand
- Lagerspuren
- Modelltyp
- Strassenmodelle
- EAN / GTIN
- 036881074656
Das Modell Mercedes 190 SL W121 Coupé Rot ERTL 1:18 im Überblick
TL;DR: ERTLs 1:18 Diecast-Modellauto des Mercedes 190 SL W121 Coupé aus dem Jahr 1955 zeigt den Sportwagen in kräftigem Rot, mit Zinklegierung sowie öffnenden Türen, Motorhaube und Kofferraum. Der kompakte Zweisitzer stand einst im Schatten des 300 SL Gullwing, bietet Sammlern heute aber ein zugängliches, solides Stück mediterraner Mercedes-Eleganz der 1950er-Jahre.
Als Mercedes-Benz den 190 SL 1955 neben dem 300 SL präsentierte, positionierte man ihn bewusst als erschwinglicheren Sportwagen für ein breiteres Publikum. Die geteilte Plattform mit selbsttragender Karosserie statt Gitterrohrrahmen unterscheidet ihn technisch deutlich vom grossen Bruder, auch wenn die Frontpartie mit dem markanten Kühlergrill die Familienzugehörigkeit sofort erkennen lässt. ERTL bringt diese Silhouette originalgetreu in den Massstab 1:18.
Der W121 als erschwinglicher Sportwagen neben dem 300 SL
Vierzylinder statt Gitterrohrrahmen
Der 190 SL, intern als W121 bezeichnet, teilt mit dem 300 SL nur die Bühne der Frankfurter Automobil-Ausstellung 1955, nicht die Technik. Wo der grosse Bruder auf einem Gitterrohrrahmen und einem Sechszylinder mit Direkteinspritzung aufbaut, begnügt sich der 190 SL mit einem soliden Vierzylinder, montiert in einer selbsttragenden Karosserie. Diese pragmatische Bauweise machte den Wagen leichter zu fertigen und günstiger, ohne auf die charakteristische Front mit dem hochgezogenen Kühlergrill zu verzichten, die beide Modelle optisch verbindet. Gerade in den USA, wo Mercedes-Benz nach neuen Käuferschichten suchte, wurde der 190 SL zum Türöffner für eine Marke, die bis dahin vor allem für schwere Limousinen stand.
Türöffner für den US-Markt
Bis zum Produktionsende 1963 entstanden über zwei Serien hinweg tausende Exemplare, verkauft als offener Roadster oder mit dem hier abgebildeten festen Coupé-Dach, das dem Fahrzeug eine ruhigere, geschlossene Silhouette verleiht. Für Sammler markiert der 190 SL damit einen wichtigen Wendepunkt: den Moment, in dem Mercedes sportliches Fahren einem breiteren Publikum zugänglich machte, ohne die Detailqualität der Marke zu opfern. Diese Zugänglichkeit spiegelt sich später auch im Modellauto-Segment, wo ERTL genau diese Nische besetzt und mit einem soliden Mittelklasse-Modell antwortet.
ERTLs Zinkdruckguss des Mercedes 190 SL W121
Gewicht und Fertigungstoleranzen im Zinkdruckguss
ERTL, ein amerikanischer Hersteller mit langer Tradition im Druckguss-Sektor, setzt beim 190 SL auf eine Zinklegierung, die dem Modell sein charakteristisches Gewicht verleiht. Wer das Fahrzeug aus der Verpackung hebt, spürt sofort jene Dichte, die Kunststoff- oder Resin-Alternativen nicht erreichen. Diese Masse ist die Kehrseite eines Fertigungsverfahrens, das Stabilität über Jahrzehnte garantiert, dafür aber etwas grössere Fertigungstoleranzen an Kanten und Spaltmassen zulässt als eine handgefertigte Resin-Karosserie.
Öffnende Türen, Haube und Kofferraum
Beim 190 SL zahlt sich das aus: Türen, Motorhaube und Kofferraum lassen sich öffnen, und die Scharniere halten die Position ordentlich, ohne beim leichtesten Berühren zurückzuschnappen. Unter der geöffneten Haube zeigt sich der nachgebildete Vierzylinder mit für die Epoche typischen Details, während der Innenraum die zweifarbige Sitzbank und das schlichte Armaturenbrett der Fünfzigerjahre nachzeichnet. Diese Kombination aus Metallgewicht und funktionierenden Öffnungsmechanismen macht den Reiz von ERTL-Modellen dieser Generation aus: Sie laden zum Anfassen ein, ohne die grundsätzliche Robustheit der Zinkdruckguss-Bauweise zu opfern.
Rot, Chrom und die Wirkung in der Vitrine
Die rote Lackierung dieses 190 SL setzt bewusst auf einen satten, warmen Ton, der die runden Kotflügel und die geschwungene Gürtellinie der Karosserie betont. Unter direktem Licht zeigt sich die Lacktiefe am deutlichsten an den Wölbungen über den Radläufen, wo Reflexionen die sanfte Rundung des Blechs nachzeichnen, wie sie auch am Original charakteristisch war. Verchromte Stossstangen, Türgriffe und der schmale Zierstreifen entlang der Seitenlinie setzen gezielte Lichtpunkte gegen die satte Farbe und heben die Proportionen hervor, statt sie zu überladen. Bei einem Massstab von 1:18 kommt der 190 SL auf eine Länge von rund 23 Zentimetern, was ihn zu einem angenehm kompakten Begleiter für eine Vitrine mit gemischten Epochen macht, ohne den Raum grösserer Sportwagen der Sechzigerjahre für sich zu beanspruchen. Gerade in einer thematischen Aufstellung rund um frühe Mercedes-Sportwagen setzt das Coupé einen ruhigen, geschlossenen Gegenpol zum offenen Roadster und zeigt, wie unterschiedlich die Silhouette je nach Dachvariante wirkt. Wer Wert auf eine stimmige Lichtinszenierung legt, platziert das Modell idealerweise seitlich beleuchtet, sodass die Chromlinien der Front das Auge führen und die Rundungen der Karosserie plastisch zur Geltung kommen.
Einordnung im Sammlermarkt für frühe Mercedes-Sportwagen
Im Vergleich zu handgefertigten Resin-Editionen aktueller Manufakturen positioniert sich ERTLs 190 SL im soliden Mittelfeld: kein Museumsstück mit hunderten Einzelteilen, aber ein Diecast-Modell, das mit funktionierenden Türen, einer sauberen Lackierung und stimmigen Proportionen deutlich mehr bietet als reine Einstiegsware. Für Sammler, die eine Mercedes-Chronologie der Fünfzigerjahre aufbauen, schliesst dieses Coupé eine wichtige Lücke neben dem prestigeträchtigeren 300 SL, ohne dessen Preisniveau zu erreichen. Wer den 190 SL als eigenständiges Kapitel der Mercedes-Geschichte versteht statt nur als kleinen Bruder, findet in diesem Modell einen ehrlichen, gut gealterten Vertreter seiner Klasse, dessen Farbe auch nach Jahren im Regal nicht ermüdet.














