
Bentley S2 Standard Saloon Rot Minichamps 1:43

Technische Daten
- Auto-Marke
- Bentley
- Modellhersteller
- Minichamps
- Massstab
- 1:43
- Material
- Metall
- Modellzustand
- Neues Modell
- Art.-Nr.
- 436139951-O1
- Baujahr
- 1960
- Epoche
- 1960s
- Karosserieform
- Limousine
- Fahrzeugklasse
- Vintage Klassiker
- Öffnungen
- Nein
- Verpackungszustand
- Neu
- Modelltyp
- Strassenmodelle
- EAN / GTIN
- —
Das Modell Bentley S2 Standard Saloon Rot Minichamps 1:43 im Überblick
TL;DR: Minichamps' 1:43 Bentley S2 Standard Saloon in Rot bildet die 1960 gebaute Limousine ab, mit der Bentley erstmals einen V8-Motor auf die Strasse brachte. Das geschlossene Zink-Druckgussmodell zeigt die klassischen Proportionen der Crewe-Karosserie in einer Farbe, die im Original selten war. Ein Modell für Sammler, die britische Nachkriegsluxuslimousinen ernst nehmen.
Ein Bentley der frühen 1960er-Jahre verhandelt Diskretion und Leistung anders als seine deutschen oder italienischen Zeitgenossen: Zurückhaltung aussen, Substanz unter der Motorhaube. Der S2 markiert genau diesen Wendepunkt, als Crewe erstmals einen V8 unter die klassische Karosserielinie packte. Für Deutschschweizer Sammler, die britische Zurückhaltung schätzen, ist das ein Ausgangspunkt statt eines Schlusspunkts.
Minichamps' Zink-Druckguss für eine britische Limousine
Geschlossene Karosserie und Chromdetails
Minichamps giesst diesen S2 als geschlossene Karosserie, Türen, Kofferraum und Motorhaube sind fixiert. Bei einer Limousine dieser Klasse ist das kein Nachteil, denn die lange, ruhige Flanke lebt von durchgehenden Linien statt von Spaltmassen. Der Zink-Druckguss bringt das nötige Gewicht in die Hand, das eine britische Limousine dieser Grösse auch im Original vermittelte: Substanz statt Leichtigkeit. Chromleisten an Kühlergrill, Stossfängern und Fensterrahmen setzen die für Bentley typischen Glanzpunkte, sauber abgesetzt von der Lackfläche. Gerade an einem Fahrzeug mit derart aufwendiger Chromfront zeigt sich, ob eine Gussform die feinen Übergänge zwischen Metall und Lack sauber trennt oder verschwimmen lässt.
Rot als ungewöhnliche Bentley-Farbe
Die Lackierung in Rot weicht deutlich vom Schwarz oder Dunkelgrün ab, in dem die meisten S2 damals ausgeliefert wurden. Unter Vitrinenlicht zeigt der Lack eine satte, geschlossene Fläche ohne die Metallic-Struktur mancher jüngerer Modelle, was der Zeit und dem Original entspricht. Diese Farbwahl macht das Modell zu einem auffälligeren Sammlerstück innerhalb der eher zurückhaltenden Bentley-Palette der Ära. Für eine Sammlung britischer Nachkriegslimousinen liefert genau diese Abweichung vom Erwarteten einen willkommenen Farbkontrast neben den zahlreichen schwarzen und grünen Ausführungen, die im Handel deutlich häufiger auftauchen.
Der Bentley S2 und der erste V8 aus Crewe
Vom Sechszylinder zum V8
Bentley und Rolls-Royce ersetzten mit dem S2 1959 den bisherigen Sechszylinder durch einen neu entwickelten 6,2-Liter-V8, der bis weit in die 1990er-Jahre die Basis für beide Marken blieb. Für Bentley war das ein technischer Wendepunkt: mehr Leistung bei gleichbleibender Laufruhe, ein Kompromiss, den die Konkurrenz aus Deutschland zu dieser Zeit anders löste. Der S2 teilte sich die Plattform mit dem Rolls-Royce Silver Cloud II, unterschied sich aber durch Kühlergrill, Markenembleme und eine leicht sportlichere Fahrwerksabstimmung, die Bentley traditionell für sich reklamierte. Wer die Entwicklung britischer Luxuslimousinen der Nachkriegszeit verfolgt, findet im S2 den Moment, an dem Bentley den Anschluss an amerikanische V8-Kraft ohne Verlust der eigenen Zurückhaltung schaffte.
Standard Saloon versus Coachbuilt-Karosserien
Neben der werkseigenen Standard-Saloon-Karosserie, die dieses Modell zeigt, liessen viele S2-Kunden ihre Fahrzeuge bei Karosseriebauern wie Park Ward individuell aufbauen. Die Standard-Version bot dabei die ausgewogeneren Proportionen, ohne die manchmal überzeichneten Details mancher Einzelanfertigungen. Diese Unterscheidung lohnt sich beim Vergleich verschiedener S2-Modelle im Markt, da Karosserieform und Proportionen je nach Aufbau erheblich variieren können. Beide Varianten teilen sich Fahrgestell und Antrieb, sodass die Wahl am Ende eine Frage des persönlichen Geschmacks bleibt, nicht der technischen Substanz.
Platz zwischen Vorkriegsklassikern und modernen Limousinen
Ein Bentley S2 der Standard-Saloon-Ausführung schliesst in einer Sammlung britischer Fahrzeuge die Lücke zwischen den grossen Vorkriegsmodellen und den moderneren Turbo-R- oder Continental-Generationen. In 1:43 lässt sich diese Limousine problemlos neben kompakteren Sportwagen platzieren, ohne den Vitrinenraum zu sprengen, den ein grösseres 1:18-Modell beanspruchen würde. Für Deutschschweizer Sammler, die Wert auf Understatement legen, bietet dieses Modell genau die richtige Mischung aus britischer Zurückhaltung und technischer Substanz. Der zugängliche Diecast-Preisbereich macht den Einstieg in dieses Sammelgebiet leichter, als es der Ruf der Marke vermuten lässt. Eine Vitrine mit mehreren Baujahren der S-Serie erzählt die Geschichte einer Marke, die Kontinuität über Effekt stellte.















