
Mercedes R-Class W251 Obsidian Schwarz Minichamps 1:18
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TL;DR: Minichamps' Delahaye Type 135-M Cabriolet im Massstab 1:18 ist ein Druckguss-Sammlermodell des eleganten französischen Vorkriegs-Klassikers von 1937, ausgeführt in einer Interpretation aus der Mullin Museum-Sammlung für Art-Déco-Automobile. Fliessende Kotflügellinien und satte Lackierung machen es zu einem ruhigen, aber eindrücklichen Ankerstück für Sammlungen mit Vorkriegs-Fahrzeugen.
In den 1930er-Jahren definierten französische Coachbuilder wie Figoni et Falaschi den Massstab für automobile Eleganz, und der Delahaye Type 135-M gehörte zu den bevorzugten Chassis für solche Karosserien. Minichamps bringt diese Ära ins Regal, ohne dabei auf Effekthascherei zu setzen.
Der Type 135 debütierte 1935 und wurde rasch zum Lieblingschassis der grossen französischen Karosseriebauer. Auf der nackten Basis liessen Häuser wie Figoni et Falaschi, Chapron oder Saoutchik ihre fliessenden, an Stromlinien erinnernden Formen entstehen, die den Wagen zu einem Statement des Art Déco machten. Der 135-M, mit gegenüber dem Basismodell verstärktem Fahrwerk, blieb bis in die späten 1930er-Jahre gefragt und nahm auch an Wettbewerben wie der Monte-Carlo-Rallye teil, wo Delahaye-Chassis wiederholt gute Ergebnisse erzielten. Die offene Cabriolet-Karosserie, wie sie diesem Modell zugrunde liegt, zeigt die charakteristischen langen Kotflügel und die tief heruntergezogene Motorhaube, die den Wagen optisch streckten. Diese Proportionen sind es, die ein Sammlermodell entweder trifft oder verpasst: Stimmen die Linien nicht, wirkt selbst ein technisch korrektes Modell flach. Minichamps orientiert sich an genau diesen Kurven, was den Type 135-M zu einem der anspruchsvolleren Vorkriegs-Sujets im Katalog macht. Wer die Silhouette mit einem Bugatti Type 57 vergleicht, erkennt schnell, wie eigenständig die Delahaye-Linie bleibt: schlanker in den Flanken, aber ebenso durchdacht in der Linienführung.
Der Zinkdruckguss gibt dem Modell ein Eigengewicht, das sofort auffällt, sobald man es aus der Schaumstoffeinlage hebt: Die Karosserie liegt satt in der Hand, ohne die Leichtigkeit, die man von Resin-Modellen kennt. Bei einem Vorkriegs-Cabriolet mit langen, geschwungenen Kotflügeln ist das kein Zufall, sondern eine bewusste Materialwahl, die der Silhouette Stabilität und Präsenz verleiht. Die Lackierung zeigt unter direktem Licht eine gleichmässige Tiefe, ohne dass die Übergänge zwischen Kotflügel und Trittbrett unscharf wirken; gerade an den Rundungen, wo viele Druckguss-Modelle Kanten zeigen, bleibt die Linie hier weich. Türen und Motorhaube öffnen mit spürbarem Widerstand an den Scharnieren, was bei einem Modell dieser Grösse für Beständigkeit über Jahre spricht. Im Vergleich zu reinen Resin-Nachbildungen verzichtet Minichamps hier zwar auf die schärfsten Kanten an den Spaltmassen, gewinnt dafür aber an haptischer Substanz und an genau jenen öffnenden Details, die ein Vorkriegs-Chassis lebendig wirken lassen. Diese Balance zwischen Gewicht und Detailtreue ist typisch für Druckguss-Ausführungen von Vorkriegsfahrzeugen, die auf Robustheit statt auf die letzte Schärfe an den Spaltmassen setzen.
In einer Sammlung, die von Nachkriegs-Sportwagen dominiert wird, setzt ein Vorkriegs-Cabriolet wie dieses einen ruhigen Gegenpol. Die Proportionen sind länger und schmaler als bei den meisten 1:18-Modellen jüngerer Baujahre, was in der Vitrine eine eigene Fläche verlangt: genug Abstand, damit die langen Kotflügel nicht an das Nachbarmodell stossen. Für Sammler, die eine Chronologie der französischen Automobilgeschichte aufbauen, bildet der Type 135-M einen sinnvollen Startpunkt vor den Nachkriegsmodellen von Citroën oder Facel Vega. Die Anlehnung an die Mullin Museum-Sammlung gibt dem Modell zusätzlich einen kuratorischen Bezug: Das kalifornische Museum widmet sich seit Jahren gezielt französischen Fahrzeugen der Art-Déco-Zeit und hat einen Ruf als Referenzadresse für dieses Segment aufgebaut. Wer ein Regal mit Vorkriegs-Eleganz beginnt, findet hier ein Modell, das weder auf Rennsport-Trophäen noch auf Motorleistung verweist, sondern allein auf gestalterische Reife setzt, was in einer Zeit lauter Supersportwagen-Modelle eine bewusst leise Wahl bleibt.
Bei einer Vorkriegs-Cabriolet-Karosserie mit langen Kotflügeln fällt das Modell im direkten Vergleich zu Nachkriegs-Sportwagen deutlich langgestreckter aus, was in der Vitrine mehr Fläche verlangt als ein kompakter Zweisitzer der 1950er-Jahre, weshalb sich ein Platz am Rand der Vitrine mit etwas Luft nach beiden Seiten empfiehlt.
Minichamps fertigt dieses Modell aus Zinkdruckguss, was ein spürbares Eigengewicht und geöffnete Details wie Türen und Motorhaube erlaubt. Anders als bei versiegelten Resin-Modellen lässt sich hier ein Blick auf Cockpit und Vorderachse werfen, was bei einem Vorkriegs-Chassis besonders reizvoll ist.
Beide Marken bedienten in den 1930er-Jahren das Luxussegment, doch die Delahaye-Linie wirkt schlanker in den Flanken und weniger sportlich-aggressiv als die typischen Bugatti-Karosserien. Für eine Sammlung, die Vielfalt innerhalb der Vorkriegs-Ära sucht, ergänzen sich beide Marken, statt sich zu wiederholen.
Die Ausführung orientiert sich an einem Fahrzeug aus dem kalifornischen Mullin Museum, das sich auf französische Automobile der Art-Déco-Zeit spezialisiert hat. Dieser kuratorische Bezug gibt dem Modell einen dokumentierten Ursprung, statt einer beliebigen Farb- und Karosserievariante ohne Herkunftsgeschichte.