
Maserati Khamsin Grey Metallic Minichamps 1:43

Technische Daten
- Auto-Marke
- Maserati
- Modellhersteller
- Minichamps
- Massstab
- 1:43
- Material
- Metall
- Modellzustand
- Neues Modell
- Art.-Nr.
- 437123220
- Baujahr
- 1977
- Epoche
- 1970s
- Karosserieform
- Coupé
- Fahrzeugklasse
- Gran Turismo
- Öffnungen
- Nein
- Verpackungszustand
- Neu
- Modelltyp
- Strassenmodelle
- EAN / GTIN
- 4012138118331
Das Modell Maserati Khamsin Grey Metallic Minichamps 1:43 im Überblick
TL;DR: Minichamps reproduziert den Maserati Khamsin im Massstab 1:43 in Grau Metallic, aus Zink-Druckguss mit geschlossener, einteiliger Karosserie ohne bewegliche Teile. Die von Bertone gezeichnete Keilform mit Glasheck bleibt klar erkennbar, mit sauberer Fugenführung. Ein Sammlerstück für Liebhaber der Gran-Turismo-Ära unter Citroën-Maserati.
Der Khamsin trägt die Handschrift von Marcello Gandini, der bei Bertone in den frühen siebziger Jahren eine Keilform zeichnete, die bis heute ungewöhnlich wirkt. Unter der Karosserie steckte Technik aus der Ära Citroën-Maserati, mit hydraulischen Systemen aus Paris. Minichamps überträgt diesen eigenwilligen Gran Turismo ins Regal, in Grau Metallic und im Massstab 1:43.
Der Khamsin von Bertone und Marcello Gandini
Keilform und Glasheck als Design-Handschrift
Marcello Gandini zeichnete den Khamsin für Bertone in einer Zeit, in der er bereits den Lamborghini Countach und den Miura entworfen hatte, und die Verwandtschaft in der Formensprache ist unübersehbar. Die lange, flache Fronthaube, die schmalen Fensterflächen und vor allem das durchgehende Glasheck, in das Rückleuchten und Rückfahrscheinwerfer eingelassen sind, machten den Khamsin zu einem der eigenwilligsten Gran Turismo seiner Zeit. Die Klappscheinwerfer fügen sich glatt in die Frontpartie ein, wenn sie geschlossen sind, ein typisches Gandini-Detail, das auch bei anderen Bertone-Entwürfen jener Jahre auftaucht. Für Sammler markiert der Khamsin den Höhepunkt der Keilform-Ära bei Maserati.
Citroën-Hydraulik in der Ära Citroën-Maserati
Als der Khamsin entstand, gehörte Maserati zu Citroën, und diese Verbindung zeigte sich deutlich in der Technik: Bremsen, Servolenkung und selbst die Klappscheinwerfer arbeiteten mit dem hydraulischen System, das Citroën aus Modellen wie der DS kannte. Die Hinterachse war als De-Dion-Konstruktion ausgeführt, ungewöhnlich für einen Gran Turismo dieser Klasse, aber typisch für die technikverliebte Phase unter französischer Konzernführung. Der V8 mit 4,9 Litern Hubraum stammte aus Maseratis eigener Entwicklung und verhalf dem Wagen zu einem Auftritt, der Design und Technik zweier sehr unterschiedlicher Unternehmenskulturen vereinte, eine Kombination, die es bei Maserati weder davor noch danach in dieser Form gab.
Zink-Druckguss und Grau Metallic im Massstab 1:43
Eine Karosserie ohne Scharniere
Minichamps setzt beim Khamsin auf eine geschlossene, einteilige Karosserie aus Zink-Druckguss, ohne bewegliche Türen oder Hauben. Gerade bei einer Form wie der von Gandini gezeichneten, mit ihren langen, ungebrochenen Flächen, zahlt sich diese Bauweise aus: Die Fugenlinien verlaufen durchgehend, ohne den Versatz, den bewegliche Teile mit sich bringen würden. Das charakteristische Glasheck lässt sich so als durchgehende Fläche darstellen, ohne Unterbrechung durch eine Klappe. Das Gewicht des Zink-Druckgusses verleiht dem kleinen Modell zudem einen stabilen Stand, was bei einer so lang gestreckten Form im Massstab 1:43 durchaus spürbar ist.
Grau Metallic als zurückhaltende Farbwahl
Grau Metallic war für den Khamsin eine typische Farbwahl der siebziger Jahre, dezenter als die kräftigen Rot- und Gelbtöne, die viele italienische Gran Turismo jener Zeit trugen. Auf dem Zink-Druckguss liegt der Lack gleichmässig, und unter Vitrinenlicht zeigt sich ein feiner, kühler Metallic-Schimmer, der die scharfen Kanten der Keilform betont, statt sie zu übertönen. Die Klappscheinwerfer sind im geschlossenen Zustand nachgebildet, glatt in die Frontpartie integriert, ganz wie beim Original. Details wie die schmalen Chromzierleisten an den Fensterrahmen sind sauber abgesetzt, ein Prüfstein für die Qualität der Gussform.
Der Khamsin im Vergleich zu Ghibli und Bora
Innerhalb von Maseratis Gran-Turismo-Reihe der späten sechziger und siebziger Jahre nimmt der Khamsin eine Sonderstellung ein. Während der Ghibli von Giorgetto Giugiaro bei Ghia gezeichnet wurde und mit klassischeren Proportionen auftrat, und der Bora als erster Mittelmotor-Maserati eine völlig andere technische Richtung einschlug, verband der Khamsin klassische Frontmotor-Bauweise mit einer radikal modernen Karosserie und experimenteller Hydraulik. Diese Kombination macht ihn zu einem interessanten Studienobjekt für Sammler, die Maseratis Entwicklung in dieser Übergangsphase nachvollziehen wollen, zwischen der Ära der Reihensechszylinder und dem Beginn der Mittelmotor-Sportwagen. Im Massstab 1:43 lässt sich diese Bandbreite gut nebeneinander aufstellen, ohne dass eine Vitrine überfüllt wirkt, und die Unterschiede in Proportion und Linienführung zwischen den Modellen werden auf kleinem Raum sichtbar. Wer eine thematische Sammlung zu Bertone- oder Ghia-Entwürfen aufbaut, findet im Khamsin zudem ein Bindeglied zu anderen Gandini-Arbeiten jener Jahre, vom Countach bis zum Espada. Gerade dieser Vergleich macht deutlich, wie unterschiedlich italienische Karosseriebauer dieselbe Aufgabe lösten.
Grau als Gegenstück zur roten Ausführung
Minichamps bietet den Khamsin auch in Rot an, und die beiden Farbvarianten ergänzen sich in einer Vitrine gut: Grau Metallic wirkt zurückhaltend und lässt die Form für sich sprechen, während Rot die sportlichere Seite des Wagens betont. Preislich liegt der Khamsin im mittleren bis gehobenen Segment für Zink-Druckguss im Massstab 1:43, über einer einfachen Alltagslimousine, aber unter aufwendigen Kunstharz-Kleinserien. Für Sammler, die Maseratis Geschichte der siebziger Jahre in mehreren Facetten zeigen wollen, bietet sich an, beide Farbversionen nebeneinander zu platzieren, ergänzt durch andere Modelle der Marke aus derselben Dekade, etwa den Indy oder den Mistral. So entsteht auf kleinem Raum ein Querschnitt durch eine der experimentierfreudigsten Phasen der Markengeschichte.















